Der leckerste Apfel der Welt

Ist er nicht schön?

So schön rot und glänzend. Wenn ich ihn aufschneide rieche ich einen frischen, süßlichen Duft. Beim Reinbeißen ist er knackig, saftig, frisch, süßlich und zart schmelzend auf der Zunge. Ich habe noch nie einen Apfel so genossen.

„Es ist doch nur ein Apfel“  werden einige jetzt wahrscheinlich denken.

Ja, es ist nur ein Apfel, aber nach einer Woche fasten ist er für mich gerade das schönste und köstlichste was es gibt.

Aber beginnen wir mal vorne. Nachdem ich letztes Jahr im Frühjahr erstmalig an einer Fastenkur (Basenfasten) teilgenommen hatte, habe ich mich entschlossen dies von nun an jedes Jahr durchzuführen. Nach der Kur habe ich mich wie neu geboren gefühlt. Gereinigt. Und bis auf den ersten Tag (an dem ich am liebsten sofort alles abgebrochen hätte), verlief es richtig gut und es fiel mir gar nicht schwer.

Als ich dann Anfang des Jahres auf Facebook die Werbung zur OMEGA-Kur gesehen habe, musste ich gar nicht lange überlegen. Ein Programm mit Ursula Karven, Veit Lindau und Dr. Rüdiger Dahkle -> Da mache ich mit! Irgendwie habe ich den Start förmlich herbei gesehnt. Am 16. März ging es dann los mit einem Einführungsvideo. Da ich in den Unterlagen gelesen hatte, dass die eigentliche „Entgiftung“ am Samstag stattfindet und ich dort einen Termin hatte, den ich nicht verschieben wollte, habe ich bereits ein wenig vorher angefangen. Ab dem 13. habe ich nur noch Obst und Gemüsesuppe gegessen und Donnerstag ging es dann für mich schon los mit der Entlastung/Entgiftung. Bis zum 23. März wird gefastet, am 24. März ist Fastenbrechen und ab dem 25. März beginnt der Aufbau. Das geht dann bis zum 30. März.

Nachdem die erste Woche, die Woche des Verzichts, so eine tiefe und wunderbare Erfahrung war, freue ich mich schon sehr auf die Woche der Fülle.

Warum Fasten? Ich wurde von vielen gefragt warum ich das überhaupt mache. Warum ich mir das antue. Ich tue mir nichts an, ich tue mir etwas Gutes. 🙂 Beim Fasten steht für mich die Reinigung des Körpers im Vordergrund. Ballast loswerden, alles was nicht gut tut muss raus… aus Körper und Seele. Fasten ist für mich mehr als der Verzicht. Es geht um Heilung. Es ist wie eine Reise zu mir selbst.

Und ja, man nimmt in der Zeit natürlich auch ab. Das ist ein schöner Nebeneffekt, aber im Gegensatz zu Diäten geht es beim Fasten eben nicht ausschließlich um eine Gewichtsabnahme, sondern in erster Linie um Entgiftung, Ausscheidung und Regeneration. Und man fühlt sich wie neugeboren.

Für mich steht auf jeden Fall fest, dass ich das jährlich durchführen möchte. Und gibt es eine bessere Zeit als den Frühling? Wo alles aus dem Winterschlaf erwacht, sich erneuert, an Kraft gewinnt? Für mich war das jetzt genau richtig.

Ich kann jedem nur empfehlen es einfach mal ausprobieren. Aber am besten nicht alleine, sondern in einer Gruppe. Dann fällt es leichter. 🙂

Herzliche Grüße

Melanie


Für die, die es interessiert, habe ich hier mal zu jedem Tag ein paar Zeilen festgehalten:

Donnerstag, 16.03.

Heute war mein erster Entlastungs-/Entgiftungstag. Und es geht mir richtig gut. Ich habe keinerlei Beschwerden. Keine Kopfschmerzen, kein Zittern und Frieren und diese elende Übelkeit die ich im letzten Jahr durchgemacht habe. Für den ersten Tag habe ich mir Urlaub genommen und konnte diesen Tag bei herrlichem Wetter auf dem Balkon verbringen. Ich habe mir absolut die Ruhe angetan… dazu gehört auch Handy und PC „Verbot“. Einfach mal nur Zeit für mich. Abends gab es dann den Einführungstalk mit Veit und Rüdiger und danach noch eine wunderschöne Kerzenmeditation mir Ursula. Ich bin motiviert und freue mich auf die nächsten Tage.

Freitag, 17.03.

Punkt 06:30 Uhr bin ich mit Ursula auf der Yoga-Matte. Also, ich auf meiner und Ursula in diesem wunderschönen OMEGA-Studio. Ein perfekter Start in den Tag. Danach schnell duschen, fertig machen und ab ins Büro. Bis zur Mittagszeit ist alles gut. Aber gegen 13:30 bekomme ich schreckliche Kopfschmerzen und fange an zu frieren. Also habe ich kurzerhand meine Gleitzeit in Anspruch genommen und um 14:45 h das Büro verlassen um mich zu Hause mit Wärmflasche und warmer Decke auf die Couch zu legen. Dabei habe ich mir dann die Fastenimpulse von Rüdiger und das Mentalcoaching von Veit angeschaut. Das wird morgens direkt nach Ursula live gesendet, aber dann schaffe ich es nicht mehr pünktlich ins Büro. 😉

Nach knapp 1 Stunde fühlte ich mich wie ausgewechselt. Keine Kopfschmerzen mehr und voller Energie. Abends dann Sprechstunde mit Rüdiger und danach Impulse und Meditation mit Veit.

Mir geht es gut. 🙂

Samstag, 18.03.

Heute beginnt das eigentliche Fasten und es gibt bis nächsten Donnerstag für mich nur noch Wasser, Tee und 1 grünen Smoothie pro Tag. Zweifel steigen immer wieder hoch. Ob ich das schaffe? Eine Woche gar nichts essen und trotzdem arbeiten? Aber nach den morgendlichen Livesendungen (Yoga, Fastenimpulse und Mentalcoaching) bin ich guten Mutes. Außerdem sind 3.600 Mitstreiter mit dabei. Da kommt doch auch genug Energie aus dem Feld. 😉

Die erste Herausforderung steht nachmittags an. Ich bin auf einer Jahreshauptversammlung und die Damen die um mich herum sitzen holen sich Kaffee und Kuchen. Das stört mich noch gar nicht so. Lediglich ein Brötchen mit Schinken lächelt mich ein wenig an, aber ich fange mich sofort wieder… alles gut. 🙂 Auf dem Rückweg muss ich noch schnell Zutaten für den Smoothie einkaufen. Auch das ist kein Problem. Ich hole was ich brauche und alles andere lasse ich links liegen. Es gab viele Versuchungen heute und es war mir echt egal (bis auf das Schinkenbrötchen für einen klitzekleinen Moment 😉 ) Also, alles im grünen Bereich, mir geht es gut!

Sonntag, 19.03.

Heute lassen sie uns etwas ausschlafen und das morgendliche Yoga beginnt erst um 08:00 Uhr. Aber ich habe natürlich auch immer die Möglichkeit mir die Aufzeichnungen zu einem späteren Zeitpunkt anzusehen. Nach dem Yoga schaue ich noch Rüdiger und Veit und dann ziehe ich mich auf die Couch zurück. Mir geht es gut, aber ich fühle mich sehr zart (wir sollen nicht schwach sagen, weil das negativ behaftet ist 🙂 ). Ich bin ohnehin schon sehr geräuschempfindlich, aber irgendwie ist alles verstärkt. Vor allem mein Geruchssinn. Mehrfach stehe ich auf, weil ich das Gefühl habe, dass es verbrannt riecht. Aber in der ganzen Wohnung kann ich nichts ausfindig machen. Ich gebe mich damit ab und mache weiter beim Nichtstun. Einfach ich, die Wärmflasche und meine Decke. Ja, die Wärmflasche… wird wohl mein ständiger Begleiter während dieser Zeit. Ich friere dauernd. Meine Hände sind immer eiskalt.

Während ich so liege, komme auch viele Themen hoch die bearbeitet werden wollen. Tränen fließen, aber ich kann die Trauer annehmen, ich wehre mich nicht. Irgendwie stellt sich ein Gefühl des Vermissens ein. Ich vermisse viele Menschen. Meine Oma, mit der man so herrlich spielen und lachen konnte. Meinen Opa, der seit einiger Zeit schon immer häufiger „auftaucht“ und ich weiß einfach, dass er vom Himmel aus immer auf mich aufpassen wird. Ich vermisse meinen besten Freund aus der Schulzeit, Freunde die ich lange nicht gesehen habe… aber auch Menschen aus meiner Gegenwart vermisse ich. Alles läuft wie in einem Film vor meinem inneren Auge ab. Bei vielen Erinnerungen huscht mir ein Lächeln übers Gesicht, aber hauptsächlich kullern Tränen. Ich lasse alles fließen, nehme alles an… bis ich irgendwann ganz ruhig einschlafe. Als ich wach werde fühle ich mich wie ausgewechselt. Mir geht es gut. Ich bin energiegeladen und mache mich an meine Bügelwäsche und danach gestalte ich erstmal knapp 100 Spruchbilder für meine Facebook-Seite.

Heute lerne ich in der Fragerunde mit Rüdiger, dass die Hauptauslöser für Entzugserscheinungen beim Fasten Koffein, Nikotin und Gluten sind. Da ich keinen Kaffee oder schwarzen Tee trinke, nicht rauche und auch seit einiger Zeit auf Gluten verzichte, ist das wohl der Grund weshalb Tag 1 der Entgiftung so gut gelaufen ist.

Der Tag heute war etwas holprig, aber nicht weil ich Hunger, Übelkeit oder Schmerzen hatte. Es ging heute an die Seele. Aber gerade das ist mir auch wichtig beim Fasten. Die Auseinandersetzung mit mir selbst. Nach den abendlichen Livesendungen hat sich in mir ein neues Mantra manifestiert: Ich bin stolz auf mich! Ja, ich bin stolz auf mich. Wirklich. Das Wochenende war die Pflicht, aber Morgen geht es wieder arbeiten. Das ist dann die Kür.

Montag, 20.03.

Pünktlich 06:30 h Yoga mit Ursula – und sie macht das so toll. Es kommen immer mehr Übungen dazu und ich bin ehrlich, alle kann ich nicht umsetzen. Dann wiederhole ich einfach andere Übungen die ich kann oder ich wandle die gezeigten Übungen ab. Der erste Arbeitstag verläuft richtig gut. Ich habe jede Menge Energie und kann ohne Probleme arbeiten. In der Mittagspause bin ich trotz Regen 30 Minuten straff spazieren gegangen. Danach war mir ein wenig schwindelig, aber ich hatte mich schnell wieder gefangen. Und es stört mich auch nicht, dass meine Kollegen frühstücken oder Mittagessen. Essen reizt mich gerade gar nicht. Das fällt mir am Abend besonders auf. Auf meinem Wohnzimmertisch liegt seit einer Woche eine Tafel Schokolade. 90%. Und ich hatte noch nicht einmal den Drang daran zu gehen. Okay, kann vielleicht auch an den 90 % liegen. 🙂

Nach der Arbeit brauche ich jedoch Ruhe, Rückzug… Zeit für mich. Couch, Wärmflasche und ich lausche Rüdiger und Veit. Und immer wieder erscheint der Satz: Ich bin stolz auf mich!

Dienstag, 21.03.

Mein Tag beginnt wieder mit Yoga. Es geht mir gut, aber mir ist ein wenig schwindelig. Den Schwindel bekomme ich auch auf der Arbeit eine ganze Weile nicht weg. Kurz vor der Mittagspause will ich meinen Smoothie trinken, damit ich etwas im Magen habe, was auch die Verdauung gut anregt. Schon als ich den Smoothie in meine Tasse kippe, wird mir irgendwie übel. Dabei ist es mein derzeitiger Lieblingssmoothie. Und dann mache ich wohl einen entscheidenden Fehler wie sich hinterher herausstellte. Ich zwinge mich den Smoothie zu trinken. Es dauerte nicht lange und es stellte sich eine schreckliche Übelkeit ein. Ich hatte den ganzen Tag über keinen Drang mehr irgendwas zu mir zu nehmen. Meine min. 2 Liter Wasser Tagesdosis habe ich auch nicht mehr erreicht. Ich habe mir vor allem geekelt. Irgendwann habe ich das akzeptiert. Dann ist das halt jetzt mal so. Ziemlich müde und schlecht vor Übelkeit schaue ich mir die Livesendungen an. Veit hält einen wundervollen Vortrag zum Thema „Die Macht der Vergebung“. Das bewegt viel in mir. Die muss ich mir in den nächsten Tagen unbedingt noch mal anschauen… wenn ich etwas wacher bin. Bei der anschließenden Meditation schlafe ich direkt ein. Als ich gegen 22 h ins Bett wechsel, ist die Übelkeit so stark, dass ich fast die ganze Nacht wach liege und mich von einer Seite zu anderen wälze.

Tagesfazit: Der heutige Tag war eine kleine Herausforderung, aber Morgen sieht es bestimmt anders aus. Trotzdem: Ich bin stolz auf mich!

Mittwoch, 22.03.

Heute kein Yoga mit Ursula, ich kann einfach nicht. Mir ist extrem übel. Bei jeder Anstrengung habe ich das Gefühl ich muss mich gleich übergeben. Schon alleine duschen und föhnen fällt mir sehr schwer. Irgendwann schaffe ich es dann aber doch ins Büro. Da quäle ich mich durch den Morgen. Beim Blick in den Spiegel erschrecke ich mich vor mir selber. Mein Gesicht ist leicht gräulich-grün, meine Lippen bläulich. Neben der Übelkeit friere ich entsetzlich. Gegen Mittag reiche ich einen halben Tag Urlaub ein. Ich kann nicht mehr. Auf dem schnellsten Weg geht es nach Hause. Heute Abend möchte ich unbedingt zur Chorprobe. Ich habe absolut noch keine Ahnung wie ich das schaffen soll, aber ich bekomme das hin. Irgendwie. Ich lege mich direkt auf meine Couch als ich nach Hause komme und mag mich nicht bewegen. Ich versuche einen Fencheltee zu trinken, aber ich bekomme einfach nichts runter. Gar nichts.

Dann erinnere ich mich an einen Tipp, den Rüdiger im Laufe der Woche gegeben hat: Cola. Er sagt, er wisse wie ungesund das Zeug ist, und dass es reines Zuckerwasser ist, aber bei starker Übelkeit ist es die beste Lösung. Man könne mit Cola ja auch einen verstopften Abfluss wieder frei machen, dann funktioniert das auch im Körper. 🙂 Wir sollen aber keinesfalls eine Flasche oder ein Glas trinken. Maximal 3-4 kleine Schlucke. Also raffe ich mich irgendwie auf und fahre zum nächstgelegenen Geschäft und hole eine kleine Flasche Cola. Zurück auf der Couch nehme ich in Ruhe 4 kleine Schlucke zu mir und keine 10 Minuten später merke ich, wie sich etwas tut. Es rumort und rumort. Weitere 20 Minuten später fühle ich mich wie ausgewechselt. Alles was mich wohl „blockiert“ hat, ist raus aus meinem Körper.

Um 17:00 h sitze ich sogar auf der Yoga-Matte und hole das morgendliche Yoga mit Ursula nach. Und ich gehe zur Chorprobe und alles ist gut. Zwischendurch bekam ich mal ein wenig weiche Knie, weil singen schon auch anstrengend ist, aber dann setzt man sich halt mal kurz hin. Alles gut… und ja, ich bin stolz auf mich!!!

Donnerstag, 23.03.

Es geht mir gut. Sehr gut sogar. Ich fühle mich so frisch und energiegeladen. Vor dem Yoga schreibe ich schon ein paar E-Mails und nach dem Yoga fühle ich mich noch ein Stück besser, obwohl die Übungen es heute wirklich in sich hatten und ich mehr Alternativen durchgeführt habe als das, was Ursula vorgemacht hat. Im Büro angekommen stürze ich mich gleich auf die Arbeit, da ich nachts eine Idee hatte, wie ich eine Sache umsetzen kann, die mich schon länger beschäftigt. Bis zum Mittag habe ich von 3 Kollegen gehört, dass ich heute so frisch und strahlend aussehe. Okay, umso verständlicher da sie mich gestern gesehen haben. 😉 Aber es tut trotzdem gut das zu hören. Ich habe immer noch keinen Hunger, aber so langsam stellt sich ein wenig das Verlangen ein, wieder einen anderen Geschmack im Mund zu haben. Tee trinke ich momentan kaum, eigentlich nur Wasser. Und einen Smoothie mag ich seit Dienstag auch nicht mehr sehen. Aber Morgen ist ja schon Fastenbrechen und ich darf einen Apfel essen. Alleine bei dem Gedanken daran läuft mir das Wasser im Munde zusammen.

In der Mittagspause gehe ich eine schöne Runde mit einer lieben Kollegin spazieren. Das tat sehr gut, ich sauge die Sonne förmlich auf. Da ich aber immer noch stark friere habe ich zwei Jacken an. Andere kommen mir im Hemd oder sogar T-Shirt entgegen. Als ich das sah, habe ich mich einfach nur auf meine Wärmflasche zu Hause gefreut. Die letzten Tage hatte ich sie sogar mit im Büro, aber heute habe ich sie vergessen. 🙁

Nach den Abendsendungen mit Rüdiger und Veit bin ich sehr bewegt. Ich fühle eine tiefe Dankbarkeit, dass ich das miterleben darf. Das ich diese Erfahrung machen darf. Da ist sie wieder dieser Zartheit. Sie tauchte im Laufe der Woche immer mal wieder auf.

Freitag, 24.03.

Fastenbrechen. 🙂 Auch wenn ich mich auf den Apfel freue habe ich dennoch Respekt davor wieder etwas zu essen. Leider kann ich an dem gemeinsamen Fastenbrechen bei den Live-Sendungen nicht teilnehmen, da ich da bereits im Büro sitze. Aber nach Feierabend werde ich es mir schön gemütlich machen und den Apfel ganz genüsslich zu mir nehmen. Aber vorher ist jetzt erstmal Yoga angesagt. Habe ich schon gesagt wie toll Ursula das macht? Eine faszinierende Frau. Aber auch Rüdiger und Veit machen einen klasse Job. Ich fühle mich bei OMEGA sehr gut aufgehoben. Alle stehen mit Rat und Tat zur Seite. Was Rüdiger in seinen Fragerunden für ein Wissen aufweist ist manchmal schon ein wenig unheimlich. Und Veit kenne ich ja schon aus dem Human Trust. Ich mag ihn und seine Art sehr. Seine Impulse haben bei mir einiges bewegt.

Zurück zu Ursula. Sie sagt – auch im Namen von Rüdiger und Veit – wie stolz die drei auf uns sind, dass wir das durchgehalten haben. Ja, ich bin wirklich sehr stolz auf mich. In diesem Moment kullern wieder die Tränen. Fasten ist wirklich neben dem körperlichen Aspekt eine tiefe seelische Angelegenheit. Heute fühle ich mich sehr zart. Auf dem Weg ins Büro höre ich „One Moment In Time“ von Whitney Houston. Ich singe mit und die Tränen kullern wieder. Ich fühle jede Zeile ganz intensiv, jedes Wort… es ist in dem Moment MEIN Lied. Auch im Büro bin ich heute ein wenig „zurückgezogen“. Ich mache still und konzentriert meine Arbeit, aber fühle mich irgendwie so anders. So ganz bei mir. Als wäre über mir und meinen Schreibtisch eine Schutzblase gespannt. Ich weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll. Wie auch schon mehrfach diese Woche, bewege ich mich sehr langsam. Ich habe das Gefühl ich schleiche. In der Mittagspause schaffe ich auch nur die Hälfte der sonstigen Strecke. Alles ist ganz langsam.
Um 17:00 Uhr bin ich endlich zu Hause und mein Apfel wartet auf mich. Ich freue mich sooooo. 🙂 Ich wasche ihn gründlich und bevor ich ihn zerschneide, betrachte ich ihn eine Weile. Dann zerteile ich ihn in 4 Stücke, schließe die Augen und beiße genüsslich hinein. 36 mal Kauen nicht vergessen. Es fühlt sich so gut an. So habe ich einen Apfel noch nie wahrgenommen. Langsam esse ich den ganzen Apfel und ich bin pappsatt. Eigentlich dürfte ich abends noch eine Gemüsesuppe ohne Salz. Da ich aber so spät den Apfel gegessen habe, passt das nicht mehr. Und jetzt bin ich gespannt wie es weiter geht. Wie leicht/schwer mir der Aufbau fällt. Ich werde mich auf jeden Fall genau an die Instruktionen der drei Experten halten. Aber ich bin mir sicher, dass ich auch das schaffe werde.

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