Angst entsteht im Kopf. Zuversicht auch!

Und plötzlich ist sie wieder da… … die Angst!

Wie einige an meinen gestrigen Facebook Posts sicher bemerkt haben, kam das Thema Burn Out ein paar Mal hoch.

Mir war bewusst, dass da ein Grund hinter steckt, aber noch nicht so ganz welcher. Momentan fühle ich mich weit entfernt von einem Burn Out. Mir geht es gut, meine Energie ist wieder da und ich genieße mein Leben.

Letzte Nacht wurde ich jedoch wach und empfand eine starke Beklemmung samt Angstgefühl. Tränen flossen und ich wusste nicht warum. Hatte ich schlecht geträumt? Was war mir los?

Nachdem ich mich beruhigt hatte, habe ich in das Gefühl hinein gespürt. Wo kommt es her? Was will es mir sagen?  – Und plötzlich war es ganz klar.

Mein RAS (retikuläres Aktivierungssystem) war aktiv. Aus irgendwelchen Schubladen in meinem Gehirn hat es Erinnerungen aus den letzten Jahren ausgegraben.

Jedes Jahr im September arbeite ich beruflich an einem Projekt. Das macht mir Spaß, weil es genau mein Ding ist, erfordert aber einen enormen Arbeitseinsatz mit sehr vielen Überstunden.

Die letzten 4 Jahre ging es mir nach dieser Zeit immer sehr schlecht. Ich hatte null Energie, war depressiv und habe jeden Tag gekämpft. Es war schon ein Kampf morgens aufzustehen. Ich war wie gelähmt, konnte mich oft gar nicht bewegen. Krankfeiern kam für mich nicht in Frage. Nicht nach meinem Burn Out vor 5 Jahren. Ich wollte einfach nicht mehr scheitern.

Und wieder war ich unbewusst in meinem Trott: Maske aufsetzen, funktionieren, kämpfen, durchhalten….bis es dann irgendwann in den Weihnachtsurlaub ging. Zwischen Weihnachten und Neujahr konnte ich dann immer schön auf Reset drücken und so einigermaßen erholt ins neue Jahr starten.

Und Morgen startet dies Projekt wieder. Also gingen alle Alarmglocken bei mir an. Die Angst wieder kämpfen zu müssen um die nächsten Wochen zu überstehen.

In der Nacht konnte ich das Gefühl zwar vorerst etwas eindämmen, aber es ließ mich den ganzen Tag nicht los. Maske aufsetzen, fröhlich sein, aber innerlich herrschte die pure Angst. Morgen geht es los. Was wenn es wieder so läuft wie die letzten Jahre? Was wenn ich wieder so kämpfen muss?

Dabei sind die Voraussetzungen heute ganz andere. Mir geht es gut und ich weiß was ich tun muss, damit es so bleibt. Genügend Auszeiten nehmen, Stille genießen und tun was mir gut tut. Kreativ sein, singen, lachen, gesund und frisch kochen… Es sind jede Menge Werkzeuge vorhanden.

Nach der Arbeit habe ich es mir auf meinem Balkon gemütlich gemacht und den ganzen Druck einfach rausgelassen. Die Tränen flossen, ich habe meine Angst akzeptiert und angenommen. Und nach und nach löste sich der Druck. Ich fühlte auf einmal so eine Sicherheit, dass diese Angst Vergangenheit ist. Das sie nicht mehr zu meinem heutigen Leben gehört. Sie war eine lange Zeit Begleiterin dieser Phase, aber jetzt darf sie gehen…

Und jetzt fühle ich mich frei… frei und zuversichtlich. Ich weiß, dass ich die nächsten Wochen anders erleben werde als in den letzten 4 Jahre…. Ich weiß was ich kann und was ich brauche damit es mir gut geht.

Und wieder einmal wird mir bewusst: Alles darf sein! Jedes Gefühl hat seine Berechtigung. Auch die Angst…

Angst entsteht im Kopf, Zuversicht auch_neu

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